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Mündliche Fernabiturprüfungen Biologie Dezember 2008 Erfahrungsbericht Bine
Bine war so lieb für durch-lernen-zum-erfolg.de Ihre persönlichen Erfahrungen während des ILS-Prüfungsjahres festzuhalten. Sie sollen allen helfen, die sich einen Eindruck von der Prüfungssituation in Hamburg machen wollen oder einfach gern wissen möchten, was sie in der Prüfung erwartet. Hier die ausführlichen Berichte zu den einzelnen Prüfungen:
3. Prüfungstag: Biologie Evolution & Ethologie
Nach 2 Tagen mit Prüfungen ist man ganz schön kaputt und es ist mir gestern schwer gefallen, mich noch auf Bio vorzubereiten, aber da Bio zu meinen Lieblingsfächern zählt, hatte ich hier hohe Erwartungen an mich selbst und die übliche Aufregung war natürlich wie immer präsent. Heute wurden wir nicht mehr in den Vorbereitungsraum gerufen sondern mussten selbstständig zur richtigen Zeit hingehen, das war etwas nervig, ich hatte das Gefühl, dass viele deswegen etwas nervöser waren, ich auch, hatte Angst die Zeit zu verpassen.
Aber von der Vorbereitung kam der Prüfer wie gewohnt zum Abholen.
Ich hab mir Evolution zum Beginn ausgesucht, vorgelegt waren Bilder von 4 verschiedenen Flugfröschen, die auf den Sunda-Inseln leben. Dazu gab es einen Text, zu dem ich Stellung beziehen sollte, man hat ihn eindeutig als Lamarck-Text erkennen können, weil die Frösche darin ihre Fußhäute willentlich vergrößert haben, es ging dann natürlich direkt im Anschluss um Darwins Theorie. Der zweite Aufgabenteil beschrieb etwas die geografischen Gegebenheiten und Entwicklung der Sunda-Inseln (früher Landbrücke, Frösche sind über Asien eingewandert). Ich sollte darlegen, wie ich mir die Evolution der Frösche erkläre, richtig war natürlich allopatrische Artbildung mit transformierender Selektion. Dann ging es noch um Mutation, Rekombination, Gendrift, Isolationsmechanismen (in erster Linie biologische), Artumwandlung vs. Artaufspaltung, Selektionsformen, bis hin zur adaptiven Radiation.
Für Ethologie habe ich einen Versuch vorgelegt bekommen, um zu prüfen, ob Reizung im Gehirn von Hühnern deren Reaktionsstärke beeinflusst. Im ersten Versuch wurde das Huhn einem neutralen Reiz ausgesetzt (Faust), ohne Strom reagierte es nicht, mit Strom drohte es leicht, im nächsten wurde es einer Iltisattrappe gegenübergesetzt, ohne Strom drohte es schon, mit Strom griff es an, im dritten Versuch, wieder der Iltis, aber diesmal wurde der Strom länger geschickt, so dass das Huhn nach dem Angriff auf den Iltis wegflog. Diesen Versuch sollte man erklären und interpretieren, man sollte das Lorenz und Tinbergen Modell darauf anwenden, sowie das Prinzip der doppelten Quantifizierung. Weitere Fragen gingen in Richtung Ersatzhandlung, Reizsummation, Übersprungverhalten, Instinktverhalten, Instinkthierarchie, Handlungsbereitschaft, Schlüsselreize, Black-Box-Modell, AAM usw.
Die Prüfung wurde mit 14 Punkten bewertet.
(Die Prüfer waren wirklich super in Bio, hier ist das beste Beispiel, dass man auch mit nem Startproblem super abschließen kann, denn mit der Ethoaufgabe kam ich nicht sofort klar, nach dem ersten Hinweis hats dann Klick gemacht und ich kam alleine weiter.)
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