Erfahrungsbericht Probeklausuren & Externe Abiturprüfung in Thüringen 2009


Ute hat sich beim ILS auf die externe Abiturprüfung vorbereitet. Entgegen der Regel hat sie sich jedoch entschieden ihre Abiprüfung zuhause in Thüringen zu absolvieren. Hier findet ihr ihre Erfahrungen.

Hallo Mitstreiter,

hier kommt für alle, die vorhaben ihr Abi nicht in Hamburg zu machen, ein kleiner Bericht über eine externen Prüfung im eigenen Bundesland (Thüringen):
Ich hatte mich schon vorab gegen Hamburg entschieden und war in den letzten Wochen nicht dabei. Dafür hatte ich heute (!) meine letzte mündliche Prüfung und warte nun gespannt auf die Ergebnisse der schriftlichen Prüfungen.

Meine Fächer waren: schriftlich- Mathe und Biologie(LK), Deutsch und Geografie (GK) mündlich- Englisch, Russisch, Chemie, Religion Hier mein Bericht und meine Eindrücke von den Prüfungen:

Die erste Prüfung war gleich Mathe, mein Zitterfach. Schon vor Beginn machte sich Panik breit, da das Tafelwerk der Schule ganz anders war, als das meine. Auch der Taschenrechner (CAS) war nach dem Rest für die Stochastik nicht mehr zu gebrauchen. Die Aufgaben selbst waren machbar- gebrochen-rationale oder e- Funktion, Analytische Geometrie oder Stochastik. Die Analytische Geometrie war mir immer ein Buch mit 7 Siegeln, so dass ich die Wahrscheinlichkeitsrechnung vertieft hatte. Ich hoffe, dass es für ein Bestanden gereicht hat!

Als zweites Biologie. Hier machten sich die Konsultationen bezahlt, die mir die Lehrer im Vorfeld angeboten hatten. Es war Mikroskopieren mit drin! Die Aufgaben hatte von Genetik über Immun- und Neurobiologie bis Evolution alles mit drin. Aber die Aufgabenstellung war eindeutig und damit lösbar.

Als Drittes war Geografie dran. Auch hier klare Aufgabenstellung, farbige Grafiken(!) und 2 Wahlthemen. Ich habe mich mit dem Naturraum Mittelsibirien ökologisch und ökonomisch auseinandergesetzt. 2. Thema: Wasserressourcen.

Letzte schriftliche Prüfung war Deutsch.- In Thüringen kann man Deutsch und Mathe extern nur schriftlich machen. – 5 Themen hier- freie Erörterung, textgebundene Erörterung, Interpretation einer Kurzgeschichte, Dramenszene oder Vergleich zweier Gedichte. Ich habe mich an die Texterörterung gewagt (Max Frisch Tagebuchnotizen).

Mündliche Prüfungen waren letzte Woche (Mo, Mi, Fr) und heute. Los ging es mit Englisch (7Pkt). Hier gab es einen Text aus der ” Times” zum Theaterwesen in London. Die Fragen dazu konnte man in der Vorbereitungszeit abarbeiten- sozusagen als Pflichtteil. Die ” Kür” waren dann Fragen zu allen möglichen Bereichen des Lebens- z.B. Freizeitinteressen, Politik, Medien usw. Ich habe beim Sprechen immer noch Grammatikprobleme. Aber ich bin den Prüfern keine Antwort schuldig geblieben.

Als zweites Religion (12Pkt.): ” Pflichtteil” – Hier war aus einem Text A. Schweitzers Ethik herauszuarbeiten. Diese musste im Kontext von AT und NT analysiert werden. Außerdem gab es eine Frage zur Ethik der Gentechnik. In der ” Kür” wurde mir eine Karikatur vorgelegt und es war ein Vers aus dem AT zu interpretieren.

Freitag früh dann Chemie (12Pkt.). Auch war die Konsultation hilfreich. ” Pflicht” . Experimenteller Nachweis von Kupferionen in Abwasser. Elektrolyse als Möglichkeit der Abscheidung erläutern und ökonomisch /ökologische Konsequenten von Kupfer im Abwasser. ” Kür” – Redoxreaktion, Oxidationszahl, PSE, Wesen der Nebengruppen, Metalle.

Heute als letzte Russisch (8Pkt.). ” Pflicht” – ein Text aus der Zeitschrift ” Po Swety” mit Fragen zu Edith Piaf. ” Kür” wieder Fragen zu Familie, Freizeit, Urlaub, Heimatstadt. Es ging um situationsgerechte Reagieren. Meine Grammatik war wieder eine Katastrophe! So, nun muss ich es erst mal sacken lassen. Es ist vollbracht. Ich hoffe, es hat in Mathe gereicht! Um allen ein bisschen die Angst zu nehmen- die Prüfer haben einen Heidenrespekt vor so viel Durchhaltevermögen und Disziplin all die Jahre. Die Sympathie ist schon mal auf eurer Seite!

Für mich war die Situation, die Prüfungen hier zu Hause zu machen, total entspannend. Ich fürchte, ich hätte mich in der Gruppe von einer aufkommenden Panik vor den Prüfungen anstecken lassen. Schließlich habe ich nebenbei gearbeitet und musste mich so immer wieder auf den Boden der Realität zurückholen lassen. Meine Kollegen meinten schon, dass ich völlig gelassen gewesen wäre. Sie konnten ja nicht in mich hineinsehen . Ich meine, die letzten 4 Wochen waren für mich weniger stressig als es das langwierige Prozedere beim ILS in Hamburg für mich wäre. Es fehlt halt nur am seelischen Beistand durch das ILS. Aber die hiesigen Lehrer waren alle sehr nett und hatte immer ein aufmunterndes Wort für mich. Aber das ist meine persönliche Meinung! Wie ihr euch entscheidet, wird immer richtig sein. Nur Mut, ihr seid auf dem richtigen Weg!

Ich wünsche allen viel Erfolg und Durchhaltevermögen!

LG Ute

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