Fernabitur ILS mündliche Abiturprüfung Physik GK 2008


Bericht von Rainer:

Wie jede mündliche Prüfung dauerte die Physikprüfung 30 Minuten undhatte eine Vorbereitungszeit von 30 Minuten.

ILS hatte zum Thema Physik uns nur die Themenvorschläge ” Wellenoptik” und ” die elektromagnetische Induktion” vorgeschlagen. Jeder Physik-Teilnehmer hatte diese Themenvorschläge übernommen.

Normalerweise werden am Anfang der Vorbereitungszeit die Aufgaben beider Themen gestellt. Bei Physik war es anders. Ich bekam nur eine Aufgabe aus dem Bereich der elektromagnetischen Induktion. Bei einigen Mit-Abiturienten gab es in der Physik-Prüfung auch nur eine Aufgabe aus diesem Bereich in der Vorbereitungszeit.

Es ging bei mir um den Einfluß des Erdmagnetfeldes auf die Bildröhre eines Fernsehers. In der Bildröhre wird ein Elektronenstrahl generiert, der durch Spulen abgelenkt wird und so das Bild auf dem Schirm erzeugt. Folglich ging es um das Fadenstrahlrohr. Es sollte die Spannung berechnet werden mit der die Elektronen beschleunigt werden, gegeben war die Geschwindigkeit. Gleichsetzen der Formeln von kinetischer Energie in der Mechanik und im elektrischen Feld, dann Umformen und Ausrechnen. Weiterhin sollte der Radius ermittelt werden, den der Elektronenstrahl unter dem Einfluss des Erdmagnetfeldes beschreibt. Wiederum Gleichsetzen von Formeln, diesmal von Lorentzkraft und Fliehkraft und entsprechend umstellen und berechnen.

Es gab auch verschiedene Fragen, z. B. in welche Richtung werden die Elektronen abgelenkt, wie ändert sich der Radius bei halber Geschwindigkeit, was passiert mit dem Elektronenstrahl unter dem Einfluss des Erdmagnetfeldes, wenn der Fernseher um die eigene Achse gedreht wird. Die Erklärungen sollten an der Tafel aufgezeichnet werden, wichtig ist dabei die rechte-Hand-Regel.

Der zweite Teil war Wellenoptik.
Der Prüfer hatte einen Laser und eine Platte mit einem Doppelspalt aus dem Physiklabor mitgebracht und damit ein Interferenzmuster an der Wand erzeugt. Ich sollte an der Tafel mit Zeichnungen erklären, wie dieses Interferenzmuster entsteht, einschließlich der Herleitung der Formeln für den Doppelspalt. Die Herleitung für die Interferenz am Einzelspalt ist in einem Opti x – Heft gut erklärt. In der Prüfung ging es darum die Beziehungen auf den Doppelspalt zu übertragen.

Im Vorbereitungsseminar wurde vom Lehrer die Interferenz am Einzelspalt erläutert. Er erklärte uns, dass die Beschreibungen von Interferenzmustern beliebte Fragen in der Prüfung wären, es würde weniger auf Berechnungen als auf Erklärungen wert gelegt. Prompt sollte ich in der Prüfung die Interferenz am Doppelspalt erklären. Auch wurde im Vorbereitungsseminar das Fadenstrahlrohr durchgenommen, da dies auch ein beliebtes Prüfungsthema wäre.

Ich hatte mich auf das Fadenstrahlrohr vorbereitet. In der Vorbereitungszeit stand mir nur als Formelsammlung das Tafelwerk zu Verfügung und nicht meine eigenen Aufzeichnungen, so dass ich eine falsche Formel für die Berechnung der Spannung genommen hatte. Bis ich dann die richtige Formel gefunden hatte, war fast die Hälfte der Vorbereitungszeit rum. Am Ende war ich nur schlecht auf die folgende Prüfung vorbereitet. Die Erklärung der Interferenz am Einzelspalt hätte ich fließend gekonnt, allerdings wollte der Prüfer dies nicht wissen, sondern betonte, dass ich die Interferenz am Doppelspalt erklären sollte.

Beide Prüfungsteile liefen von meiner Seite etwas holprig ab. Wenn ich jedoch meine Punkte mit meinen Mit-Abiturienten vergleiche habe ich dennoch gut abgeschnitten. Ärgerlich war halt, dass ich zu wenig mit dem Tafelwerk gearbeitet hatte und nicht gleich die entsprechende Formel gefunden hatte, wie die drei anderen benötigten Formeln.

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