Probeklausur – Fernabitur ILS – 2007 Französisch GK


Bericht von Andrea:

Französisch habe ich am letzten (4.) Tag geschrieben und die vorherigen Tage waren soo anstrengend, dass ich bereits nach etwa 20 Minuten Grammatiktest solches Kopfweh hatte, dass ich erst mal raus und ne Kopfschmerztablette nehmen musste (nach dem Test) – die half denn aber auch.

Also, die Klausur begann mit einem einstündigen Grammatiktest. Ein Test darin war schonmal doppelt =). Naja, das wird wohl in den echten Klausuren nicht passieren. Ich fand den Test eigentlich okay. Leider hab ich im Indirekte-Rede-Text einen falschen Bezug genommen (tu staat nous), was mich gleich 4,5 (von etwa 73) Punkten gekostet hat. Deshalb habe ich auch nur ne drei. Alle, die das Heft FraO5 (ILS) schon vorliegen haben, wissen, wie die Tests aufgebaut sind. Aber viel kann man ja zu Grammatiktests auch nicht sagen.

Es sind meist 10 im Grundkurs (LK 12). Wir hatten 11 (ohne den doppelten gerechnet). Dafür habt ihr eine Stunde Zeit und das ist nicht soo wenig, wie es dargestellt wird. Ich war nach 40 Minuten oder so fertig und da hatte ich schon alles dreimal durchgesehen (nach dem letzten Grübeln (s.u.). Naja, beim nächsten Mal nehm ich mir die volle Stunde. Am besten beginnt man, indem man alle Tests nacheinander macht und alles ausfüllt, was man weiß. Wo ihr Probleme habt, macht ihr ein Kreuzchen.

Beim zweiten Durchlauf schaut ihr genau diese Felder durch. Vermeidet langes Grübeln an einer Aufgabe, wenn andere noch nicht fertig sind. Falls euch bis kurz vor Schluss immer noch nichts einfällt – einfach raten! Ganz wichtig – hinterher durchlesen und Rechtschreibfehler etc. ausbessern. – Während des Grammatiktests ist kein Wörterbuch erlaubt.

Nachdem bereits eine der 4 Stunden Klausurzeit mit dem Test vergangen war, blieben für den Text nur noch 3,5 (mit Einlesezeit). Der Text war super zu verstehen. Es war ein Zeitungsartikel über einen “SDF” (sans domicile fixe). Dazu gab es vier Fragen, die aber wirklich gut in der Zeit gelöst werden konnten. Die erste sollte das Textverständnis ermitteln. Wir mussten darstellen, wie der Mann obdachlos wurde und wie er jetzt lebt (ich hab 1 Seite geschrieben).

Dann zwei Analysefragen: Wir haben den ganzen Text danach untersuchen sollen, inwiefern er trotzdem ein würdevoller Mann ist (die Frage bezog sich auf ein Textzitat) (gut 1 Seite). 3. Frage: Wir sollten belegen, warum er trotzdem ein jedermann ist. Der Text sagte aus, dass jedem der Absturz irgendwie passieren kann. Der Mann hatte zuvor ein normales Leben geführt und war deshalb nicht verschieden von M. Tout le Monde (knapp eine Seite). Die vierte Aufgabe war der Comment: Wir sollten die Chancen des Mannes einschätzen wieder Arbeit und Heim zu finden. Da hab ich dann fast zwei Seiten geschrieben.

Mein Problem waren, wie schon geschrieben, die vielen Fehler (33 bei 750 Wörtern). Ich hoffe, denke, glaube, weiß (immer positiv artikulieren), dass ich mit meinem System dieses Ergebnis verbessern kann. Ansonsten hatte ich ja super Ergebnisse in Inhalt und Stil. Der Vorteil, wenn man Englisch und eine weitere Sprache schriftlich wählt, liegt auf der Hand: Es gibt viele Parallelen – nicht nur in der Bearbeitung der Texte, sondern auch in der Struktur der Antworten.

Ich habe automatisch bestimmte Phrases etc gelernt und übertragen können. Man bekommt ein besseres Gefühl für das, was wichtig ist, glaube ich. Gelobt hat Herr Hagge auch meinen Wortschatz. Aber ich habe auch im Vorfeld fast einen kompletten Themen-Wortschatz durchgearbeitet und diese ganzen Phrases immer versucht anzuwenden, wenn ich Texte geschrieben habe.

Wenn ihr da etwa 10 wirklich gut könnt, dann könnt ihr viele  Stilpunkte sammeln. Und glücklicherweise (ich muss es als Verfechter des einsprachigen Dicc zugeben), dürfen wir zwei- UND einsprachige Wörterbücher benutzen. Wenn ihr da ein wirklich gutes habt, dann ist das eine super Hilfe. Trotzdem halte ich Vokabeln lernen für wichtig, da man einfach schneller damit hantieren kann, als wenn man jedes dritte Wort nachschlagen muss.

Französisch war übrigens das einzige Fach, in dem ich vor Ablaufen der Zeit gegangen bin. In allen anderen Klausuren war ich etwa 30 Minuten vorher fertig, habe aber nochmal alles durchgesehen und schließtlich auf den letzten Drücker abgegeben.

Ergebnis: 10 Punkte

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