Probeklausur – Fernabitur ILS – 2007 Sozialkunde LK


Bericht von Andrea:

Sozialkunde wurde gleich am Montag geschrieben – also am ersten Tag. Ich war positiv überrascht über die Räumlichkeiten. Ein großer, heller Raum und jeder hatte einen ziemlich großen Tisch. Die Bedingungen waren sehr  angenehm.

Zu Beginn erklärte uns Frau Heinrich den Ablauf. Dann holte sich jeder seine Arbeit ab und legte los. Es gab keinen Startschuss oder sonstiges. Auch auf die Einlesezeit von 30 Minuten wurde kaum geachtet. Das fand ich schade, weil wir in den echten Klausuren ja auch nicht schon im Wörterbuch blättern, oder uns Notizen machen dürfen.

Wie erwartet gab es zwei Texte, von denen wir uns einen aussuchen konnten. Ich hatte mich auf Gesellschaft und Wirtschaft vorbereitet. Und beide Themen kamen dran. Ich hab aber ziemlich schnell gemerkt, dass mir die Gesellschaftsklausur leichter fallen wird, ganz einfach weil es weniger Fragen waren und wir den Themenkomlex ausgiebig im Seminar diskutiert hatten. Außerdem hatte ich mir gerade einen Tag zuvor noch viel dazu durchgelesen. Thema war die Theorie der Leistungsgesellschaft.

Der Text, ein Welt-Artikel, war von Hermann May und ging über etwa 1 1/2 Din A4 Seiten. May vertritt die Theorie der Leistungsgesellschaft und setzt Chancengleichheit voraus. Damit sollten wir arbeiten.

Es gab drei Fragen. Die erste verlangte eine Definition von Mays Verständnis bezüglich Sozialer Ungleichheit und Gerechtigkeit. Wichtig ist hierbei, den Text nicht einfach nachzuerzählen, sondern genau auf die Fragestellung einzugehen und sich auf die beiden Punkte bei der Suche nach Information im Text zu beschränken. Des Weiteren dürfen keine eigenen Ideen zu diesen Themen in die Beantwortung der Frage einfließen. Jeder Bezug auf den Text muss dabei durch eine Belegstelle im Text nachgewiesen werden, selbst wenn es sich nicht um ein wörtliches Zitat handelt. Und vergesst nicht die Pünktchen hinter dem f (z.B. Z. 45f.). Das hab ich nämlich gemacht.

Die zweite Frage bezog sich auf den gesellschaftstheoretischen Standort des Verfassers, der nicht klar genannt wurde. Ihr müsst euch also in Sozialkunde mit den Theorien (auch in der Wirtschaft und Politik) auskennen und ihnen bestimmte Merkmale zuordnen können. May vertrat die Theorie der funktionalistischen Schichtung, was zum Beispiel durch seine Abneigung gegen einen starken Staat offensichtlich wird. Ich hab zunächst die Theorie erklärt und dann versucht aufzuzeigen, inwiefern May sie vertritt. Ich hätte May’s Aussagen und Aspekte Theorie mehr in Zusammenhang bringen müssen. Das heißt, dass man theoretische Grundaspekte der Theorie gezielt durch Äußerungen und Vorstellungen des Verfassers belegt.

In der dritten und letzten Frage, wurde nach der eigenen Meinung zu diesem Text gefragt und nach einer Verknüpfung mit der aktuellen Lage in Deutschland bezgl. Bildung und Einkommen. Ich hab zu Beginn die Meinung des Verfassers zusammengefasst und habe dann meine etwas unfertige Meinung dazu geschrieben. Unfertig, weil ich dem Verfasser zwar punktuell zustimme, jedoch nicht von einer Chancengleichheit überzeugt bin. Zwar konnte ich dies ganz gut rüberbringen, hab mich aber letztendlich doch in der Conclusion auf den Verfasser bezogen, obwohl ich seine Theorie über den gesamten Text als Ideal hingestellt habe, das nicht erreicht wird.

In Sozialkunde habe ich leider eine Vorschrift der ersten zwei Aufgaben gemacht und deshalb viel Zeit verloren. Ich hab insgesamt 16 Seiten geschrieben und war ziemlich k.o. nach der Klausur.

Herr Steigemann hat eine sehr hilfreiche Korrektur verfasst und zu jeder Aufgabe in einem kurzen Text bemerkt, was gut war und was nicht. Leider hat er nicht jede Aufgabenstellung einzeln benotet, so dass nur die Gesamtnote erkennbar ist.

Bei mir waren das 10 Punkte.

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