Probeklausuren Fernabitur ILS Herbst 2010 | Biologie LK


Bericht von Valentin:

Nachdem ersten Prüfungstag, der für mich weniger erfolgreich gelaufen ist, erhoffte ich mir durch Bio die schlechte Note des Vortages ausgleichen zu können. Wie bereits erwähnt, habe ich mich mit den Stark-Büchern aus (leider nur) NRW vorbereitet, weil es dort am Meisten Aufgaben zu den Themen Genetik, Evolution und Ökologie gab. Es werden größtenteils alle Teilgebiete abgedeckt, die auch von der Prüfungsordnung in Hamburg verlangt werden. Aufpassen sollte man lediglich in Genetik. In NRW fehlen die Themen zu Bakterien, Bakteriophagen, Plasmiden, Chromosomenmutationen und Ein-Gen-ein-Polypeptid-Hypothese nahezu komplett. Zu diesen Themen gab es für mich keine Übungsklausuren bzw. habe ich keine im Internet finden können, war also demensprechend darauf am wenigsten vorbereitet. In der Prüfung bekamen wir zwei Aufgaben, die bearbeitet werden mussten.

In der Genetikaufgabe hatte ich bereits meine erste Überraschung. Es wurde eine Bakterienkultur in der Wildform und bestrahlt als Mutante untersucht. Ausgehend von der Darstellung, der für mich äußerst nervigen Ein-Gen-ein-Polypeptid-Hypothese, musste man in den Teilaufgaben die vorgestellten Versuchsschritte beschreiben und erklären können. Ich glaube es ging darum, dass die bestrahlte Mutante die wichtige Aminosäure nicht mehr synthetisieren konnte (Methionin). Aus den Versuchsschritten musste eine Methode entwickelt werden, wie man die Synthese reaktivieren kann. Diese Teilaufgabe brachte die meisten Punkte, die ich auf Grund mangelnder Vorbereitung/Nervosität nur unwesentlich richtig bearbeitet habe. Bei den weiteren Aufgaben ging es um die reine Erklärung der weiteren Versuchsreihe. Bei der letzten Aufgabe musste man ausgehend von seinen Darstellungsergebnissen die Rekombination (wohl der Proteine) evolutionsbiologisch einordnen und allgemeine erklären können.

Die zweite Aufgabe behandelte das Thema Evolution und war einfacher zu bearbeiten, da die gestellten Fragen offensichtlich an Hand des vorgegebenen Materials gut zu bearbeiten waren. Es wurde erstmal gefragt, was ein Brückentier ist (ich habe es mit Homologiekriterien erklärt). Danach musste man zwischen einer rezenten Vogelart der Jetztzeit und den Vorfahren der Jura verglichen werden. Ich habe Bau, Funktion und Lage der Körperform verglichen, da es für mich logisch war, dass es sich um Homologie handeln muss (Brückentier, also keine Analogie.) Die nächsten Teilaufgaben gingen dann ins Detail. Es musste dargestellt werden, wie der Vogel der Jura seine Flugfähigkeit erlernt hat. Dazu gab es zwei unseriöse Bildchen, woraus man zwei Hypothesen zu eben dieser Flugfähigkeit ableiten musste. Als Nächstes musste dargelegt werden, ob die Krallengröße des Brückentieres der Jura ein sinnvolles Kriterium für die ökologische Einnischung darstellt. In der letzten Teilaufgabe ging es glaube ich um eine reine Zusammenfassung, kann mich an die Fragestellung aber nicht mehr erinnern. Insgesamt habe ich zur Evolution viel mehr geschrieben.

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