Schriftliche Vorbereitungsseminare – Fernabitur ILS 2009


Allgemeine Infos zu den Schriftlichen Vorbereitungsseminaren 2009 von Marcus.

Das Vorbereitungsseminar und die Klausuren fanden beim ILS in Hamburg-Rahlstedt statt. Im relativ neuen Gebäudekomplex standen uns drei schöne und große Seminarräume zur Verfügung. Im Vorraum konnte man sich an den Kaffee- und Teekannen bedienen und es gab immer leckere Kekse für zwischendurch. Wir waren im Vorbereitungsseminar ca. 45-48 Leute, in den Klausuren sollten es dann knapp 80 Prüflinge werden. Also eine sehr große Gruppe, sodass einige Seminare (Mathe, Soku) in zwei verschiedene Gruppen mit je 13-18 Leuten unterteilt wurden und es keine allzu großen und unübersichtlichen Kurse gab. Die Stimmung war sehr gut und die Lehrer nett und zuvorkommend.

Ich hatte nicht das Gefühl, wie in früheren Erfahrungsberichten schon einige Male geschrieben, dass wir wie „dumme Schüler“ behandelt wurden, sondern dass man uns respektvoll und sehr freundlich behandelt hat. Zwar sollen teilweise auch Sätze wie, „die Hälfte wird sowieso 0 Punkte schreiben“, gefallen sein, aber Frau Heinrich hat uns erklärt, dass das bei 80 Leuten durchaus realistisch ist.

Denn es werden in den letzten Jahren immer mehr, die ihren Lehrgang unsorgfältig oder schlecht bearbeiten, die Pflichtlektüre nicht lesen und die Aufgaben einfach aus dem Internet abschreiben. Einige sollen sogar innerhalb von einem Monat 40-50 Einsendeaufgaben zur Korrektur eingesendet haben und das ILS hat eine Menge Arbeit damit, diese Leute herauszufiltern. Und da eben viele ihren Lehrgang nicht mehr eigenständig bearbeiten, ist in den letzten Jahren nicht nur die Teilnehmerzahl bei den Klausuren, sondern auch die Zahl der Gescheiterten angestiegen. Doch wenn in den staatlichen Klausuren reihenweise 0 Punkte geschrieben werden gefährdet dies natürlich auch das Ansehen des ILS bei der Hamburger Schulbehörde und des Fernabiturs im Allgemein, welches bis jetzt noch recht gut bei Arbeitgebern und Unis angesehen ist. Das wollte ich hierzu nur erwähnen, weil ich die Ausführungen von Frau Heinrich sehr wichtig fand.

Das Problem einer großen Gruppe ist natürlich auch, all die gewählten Fächer in die zwei Seminarwochen zu „stopfen“. So hatten viele Teilnehmer auch unter der Woche freie Tage oder mal nur 3 Stunden am Tag Unterricht. Auch ich hatte je zwei Wochentage keinen Unterricht, was ich jedoch als ganz angenehm empfand, da man in der freien Zeit noch einige wichtige Sachen wiederholen und die Hausaufgaben erledigen konnte.

Alles in allem war jedoch der Zeitdruck deutlich zu spüren, vor allem in umfangreichen Fächern wie Sozialkunde oder Mathe. 6-9 Stunden sind einfach zu schnell vorbei. Trotzdem habe ich noch einige wichtige Lücken vor den Probeklausuren schließen können und bin froh, dass ich am Vorbereitungsseminar teilgenommen habe.

error: Content is protected !!