Fernstudium von der Steuer absetzen


Das Beitreibungsrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BeitrRLUmsG) ermöglicht es Fernstudenten Ihr Fernstudium und damit zusammenhängende Kosten steuerlich geltend zu machen. Doch was bedeutet das genau?

Was kann steuerlich abgesetzt werden?

Als Werbungskosten (Zweitstudium) oder Sonderausgaben (Erststudium) können sowohl die Kosten für das Studium selbst als auch Kosten, die durch das Studium entstehen geltend gemacht werden:

  • jegliche Studiengebühren
  • Fahrtkosten
  • Kosten für Bücher und andere Lernmittel
  • die Kosten für Unterbringung z.B. während Präsenzphasen

Sonderausgaben oder Werbungskosten?

Ob die Kosten für das Studium als Werbungskosten oder Sonderausgaben anzugeben sind, hängt davon ab, ob es sich um eine Erst- oder Zweitausbildung handelt:

  • Erstausbildung: Sonderausgaben
  • Zweitausbildung: Werbungskosten

Eine Erstausbildung startet direkt nach dem Schulabschluss, bzw. geht ihr keine andere Ausbildung voraus. Bei der Zweitausbildung dementsprechend schon. Wenn der Arbeitgeber das Erststudium wiederum fördert, können die Kosten als Werbungskosten abgesetzt werden.

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Der große Unterschied zwischen Werbe- und Sonderkosten? Sonderausgaben können nur bis zu 6.000 Euro geltend gemacht werden. Bei Werbungskosten spielt die Höhe keine Rolle.

Das Bundesverfassungsgericht hält dies übrigens für verfassungswidrig und es besteht die Möglichkeit, dass sich diese Unterscheidung ändert und künftig Erstausbildung und Zweitausbildung auf die gleiche Weise abgesetzt werden können.

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