Lernplan


Ein Lernplan bietet Ihnen die Möglichkeit, Ihr Lernpensum übersichtlich und zielstrebig abzuarbeiten. Sie wissen jederzeit, ob Sie in der richtigen Geschwindigkeit vorankommen, was noch vor und was schon hinter Ihnen liegt. Um effektiv zu Lernen und einen hilfreichen Lernplan zu erstellen.

1. Der richtige Arbeitsplatz

Lernen braucht Raum. Sie sollten einen festen Platz haben, an dem Sie ungestört arbeiten können. Alle wichtigen Utensilien sollten dort für Sie bereit liegen, so dass Sie sofort loslegen können ohne erst alles zusammensuchen zu müssen. Damit geht schnell wertvolle Zeit verloren, die Sie in ihrem Lernplan für die Bearbeitung von Inhalten reserviert haben – nicht für die Suche nach diesen.

Eine gewisse Grundordnung ist deshalb Voraussetzung für erfolgreiches Lernen. Zumindest sollten die aktuell bearbeiteten Lernhefte (und das jeweils folgende und vorangegangene zum Nachschlagen) geordnet und am besten gemeinsam mit zusätzlicher Literatur und den eigenen Aufzeichnungen an einem Platz sein.

Wenn Sie Familie oder andere Mitbewohner haben, verabreden Sie, dass Sie an Ihrem Arbeitsplatz nur in dringenden Fällen gestört werden. Schalten Sie das Telefon aus oder lassen Sie es gleich in einem anderen Zimmer. Vermeiden Sie auch weitere Ablenkungen wie E-Mail und Social Networks.

2. Lernformen

Bevor Sie einen Lernplan aufstellen, machen Sie sich klar, wie Sie lernen. Arbeiten Sie gern lange an einem Thema und können sich auf diese Weise besser in den Stoff vertiefen oder brauchen Sie Abwechslung, weil ihnen sonst der Kopf raucht. Die ersten Wochen Ihres Fernstudiums sollten Sie dazu aufwenden herauszufinden, welcher Lerntyp Sie sind. Arbeiten Sie einfach drauf los und fangen Sie mit dem Planen erst an, wenn Sie wissen, wie Sie Ihre Lernzeit in den kommenden Monaten oder Jahren zubringen wollen.

Dazu zählt auch zu wissen, wie viel Sie tatsächlich täglich lernen können. Je nachdem ob Sie vollberuflich weiterarbeiten oder nur an einigen Tagen oder gar nicht, richtet sich ihr Lernpensum. Auch zu welcher Tages- oder Nachtzeit Sie am besten Lernen ist individuell. Häufig ist man bestimmten Themengebieten auch aufgeschlossener und bewältigt diese schneller. Bestimmte Fächer benötigen mehr Übung und Wiederholungsphasen als andere.

All diese Punkte sollten in die Erstellung eines Lernplans einfließen. Bevor Sie also der genauen Strukturierung nachgehen, lassen Sie sich etwas Zeit und machen Sie sich Notizen über Ihre persönlichen Lerngewohnheiten.

3. Der Inhalt

Die Struktur des Lernplans richtet sich insbesondere nach Prüfungszeiten und dem bis dahin abzuarbeitenden Lernstoff. Hinzu kommen die Faktoren, die Sie in Punkt 2 ermittelt haben und zusätzliche Pufferzeiten, Freizeit, Wiederholungsphasen usw. Gehen Sie großzügig bei der Planung vor. Nichts ist unnützer als ein Lernplan, den man nicht einhalten kann, weil man sich zuviel aufgeladen hat. Wenn Sie schneller voran kommen umso besser. Sie können den Plan jederzeit anpassen. Es ist aber sehr demotivierend am Ende des Tages zu sehen, dass man das Pensum schon wieder nicht geschafft hat. Dagegen stärkt es Disziplin, Motivation und die gute Laune, wenn man einen Punkt von der Liste abhaken kann und sich keine Arbeit mit in den nächsten Tag nimmt.

Bauen Sie auch Meilensteine in Ihren Lernplan ein. Wenn Sie diese erreicht haben, sollten Sie sich etwas gönnen. So kann die vollständige Bearbeitung eines Studienbriefs durch ein schönes Bad gefeiert werden. Dies gibt Ihnen das Gefühl voranzukommen.

4. Den Lernplan erstellen

Am besten eignet sich dafür eine Excel Tabelle, die sie ähnlich einem Stundenplan für die Schule aufbauen.

Notieren Sie zunächst die großen Zielen. Das sind die Prüfungen innerhalb eines gewissen Zeitraums. Planen Sie jedoch nicht sofort Ihr gesamtes Studium. Sie profitieren davon, wenn Sie beispielsweise am Anfang eines jeden Semesters einen neuen Plan erstellen. Auf diese Weise können Sie Erfahrungswerte und Änderungen in ihren Lebensumständen einbeziehen.

Dann notieren Sie die einzelnen Studienbriefe. Erfassen Sie auch deren Umfang und Komplexität und, in Kombination mit den Werten aus Punkt 2, schätzen Sie die Bearbeitungsdauer ab. Tragen Sie in den Lernplan ein, bis wann Sie welches Heft bearbeitet haben müssen.

Für die ersten Hefte sollten Sie nun notieren, wie viel Inhalte Sie pro Tag schaffen möchten. Am besten notieren Sie die Seitenzahlen. Denken Sie auch an Übungen und Wiederholungen bereits gelernten Stoffes. Pausen nicht vergessen. Dieses Pensum tragen Sie nun in Ihren Wochen- und Tagesplan ein. Bedenken Sie auch weitere individuelle Aspekte wie Geburtstage etc. Also Tage, an denen Sie wahrscheinlich nicht zum Lernen kommen.

5. Den Lernplan pflegen

Überprüfen und aktualiseren Sie den Lernplan regelmäßig. Vielleicht am Anfang einer Woche oder wenn Sie merken, dass Sie schneller oder langsamer vorankommen als geplant. Auf diese Weise bleibt er Ihnen eine große Hilfe und Sie behalten den Überblick.

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