Vokabeln lernen


Ärgert ihr euch auch häufig darüber, dass ihr zwar Vokabeln lernt, sie auch im Text wiedererkennt – aber nicht selbst anwenden könnt? Man hat rausgefunden, dass Vokabeln im Kontext gelernt werden müssen. Es ist zum Beispiel effektiver ein Wort in drei verschiedenen Texten zu finden, als es drei Mal ins deutsche zu übersetzen. Lehrer empfehlen dagegen häufig, Synonyme in der jeweiligen Sprache zu finden oder das Wort in dieser Sprache zu erklären. Das hat mir zwar insofern geholfen, als das ich ein bisschen ein besseres Gefühl für die Sprache bekommen habe – aber es hat mir nur sehr selten geholfen tatsächlich die Vokabeln selbst anwenden zu können.

Ich hab dann also wiederangefangen, deutsch zu übersetzen, was ich insofern als sinnvoll betrachte, als das ich mein deutsches Denken kaum abschalten kann, beim Schreiben. Klar, irgendwann fallen mir die fremdsprachlichen Sätze schneller ein, als die deutschen – aber nur dann, wenn ich sie schon sehr oft benutzt habe. Sind die Wendungen noch nicht fest in meinem Kopf verankert – durch mehrmaliges Anwenden – dann fallen sie mir nur auf deutsch ein. Und was helfen mir dann fremdsprachliche Begrifflichkeiten??

Also, deutsch übersetzen gefällt mir besser. Aber nicht etwa so: ship – Schiff. Vielmehr versuche ich Sätze zu bilden, die ich dann mit Hilfe von Google auf Richtigkeit prüfe. Für ship würde ich zum Beispiel “the ship left the harbour at 9 o’clock” lernen und die deutsche Übersetzung. Versteht ihr den Sinn? Diesen Satz werde ich nicht wieder vergessen und kann ihn einfach so in einen Text einbinden. Die Überprüfung mit Google geht so: Satz in “xxx” setzen und suchen. Gibt es Suchresultate auf englischen Seiten, dann könnt ihr ihn lernen – wenn nicht, dann findet einen anderen. Der Vorteil hierbei ist, dass ihr sofort ein Feedback dafür bekommt, dass dieses Wort tatsächlich existiert. So schlicht es sich anhört, wir müssen doch unserem Gehirn erstmal klar machen, dass wir ihm da etwas zeigen, was angewendet werden kann. So vertreibt man Unsicherheit.

Wirklich geholfen hat mir das Lernen mit Karteikarten, was vermutlich die meisten ohnehin machen. Es gibt gute und erschwingliche Programme wie Phase6 oder die Programme von Langenscheidt. Wenn ihr kontinuierlich lernt, dann merkt man sich die Vokabeln auch. Wichtig ist, dass man anwendet. Also in Texten ganz besonders darauf achtet, neue Vokabeln zu verwenden. Ich lerne auch diese phrases (To be more precise, Furthermore, To make the point, to begin with, over and above that) mit Hilfe eines Vokabelprogramms und der oben beschriebenen Technik.

Ich hoffe, das  System kann dem einen oder anderen helfen.

Falls ihr selbst keine Sätze bilden wollt – schaut ins einsprachige Dictionnary und übernehmt die Beispielsätze. Außerdem stehen Lernkarten bereits fertig beschrieben zum Verkauf. Manche bereits mit Beispielsätzen – AOL Verlag. Ich schreib das dann einfach ab!

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