Adam Smith


Adam Smith hat 1776 seinen heutigen Klassiker Zum Wohlstand der Nationen verfasst. Kurz gesagt behauptet er darin, dass jeder Marktteilnehmer rein egoistisch nach seinem eigenen Vorteil driftet. Wenn ihr zum Beispiel zum Bäcker geht, dann geht ihr da nicht hin, um dem Bäcker etwas gutes zu tun, sondern schlichtweg, weil ihr Brötchen braucht. Und genauso andersherum. Der Bäcker backt seine Brötchen nicht um euch eine Freude zu machen, sondern weil er dadurch seinen Lebensunterhalt bestreitet. Doch obwohl beide Parteien rein egoistische Ziele verfolgen, werden doch alle Bedürfnisse befriedigt. Smith schlussfolgert aus diesem Umstand, dass, wenn jeder Marktteilnehmer sein eigenes Interesse verfolgt, letztendlich doch jedem geholfen wird und sich das Gemeinwohl mit der Zeit einstellt. Das hat nichts mit Rousseaus Volonté Général zu tun, sondern bezieht sich auf rein wirtschaftliche Aspekte.

Smith hat übersehen, dass nicht jeder Marktteilnehmer gleich stark ist. Behinderte, Kinder und Frauen können nicht im gleichen Maße am Markt teilnehmen, wie gesunde Männer. Aus diesem Grund ist die Theorie zwar teilweise richtig, lässt aber wichtige Aspekte unberücksichtigt.
Das Verfahren, nachdem Smith die Wirtschaft handeln lassen wollte, nennt sich Laissez-Faire und spielt auf die Regulierung durch den Staat an. Smith wollte allen Marktteilnehmern die größtmögliche Freiheit zukommen lassen. Noch heute gründen sich die Forderungen nach Freihandel auf seinen Theorien. Der Staat sollte lediglich die wichtigsten Gebäude, deren Aufbau durch Privatleute aus wirtschaftlichen Gründen nicht rentabel wäre, unterhalten und für Sicherheit sorgen sowie die Rechtssprechung gewährleisten.Wieder wurde ich nach einer Definition gefragt und will sie euch natürlich nicht vorenthalten!

Ähnliche Einträge

error: Content is protected !!