Alliierter Kontrollrat


Der Allierte Kontrollrat existierte genau genommen von 1945 bis zum Austritt der UdSSR im März 1948. Danach traf er nach über 80 Sitzungen nicht mehr zusammen. Er war nach Ende des zweiten Weltkriegs die zunächst höchste Regierungsgewalt in Deutschland.

Seine Aufgabe war es die Belange für das gesamte Deutschland zu klären. Dafür trafen sich die Besatzungsmächte im ehemaligen Kammergericht, dem Sitz des Kontrollrats. Des Weiteren sollte der Kontrollrat die im Potsdamer Abkommen festgelegten Ziele in Gesetze und Befehle sowie Proklamationen umsetzen. Diese sollten dann in den Besatzungszonen ausgeführt werden.

Zu den wichtigsten Themen zählten die vorläufigen Grenzlinien und die damit verbundenen Vertreibungen und Umsiedlungen sowie die wirtschaftliche Entmilitarisierung.

Auch die Aufhebung von nationalsozialistischen Gesetzen gehörte zu den Aufgaben. Die ersten zwei Kontrollratsgesetze befassten sich mit der Aufhebung des NS-Rechts und der Auflösung und Liquidierung von NS-Organisationen.

Die Arbeit des Kontrollrats wurde einerseits beeinträchtigt durch das Misstrauen zwischen der SU und den Westmächten und andererseits auch durch Frankreich, das seine eigenen Pläne für Deutschland hatte.

Die UdSSR verlässt den Kontrollrat am 20.März 1948 aus Protest gegen den Beschluss der Westmächte einen westdeutschen Bundesstaat zu gründen.

Ähnliche Einträge

error: Content is protected !!