Miracle Morning – Werden Sie ein Early Bird!


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Wie hat Ihr Tag heute begonnen? Waren Sie sofort wach, als Ihr Handy Sie aus dem Schlaf geholt hat, oder haben Sie die Snooze-Taste solange gedrückt, bis die Zeit gerade noch für einen Kaffee und eine Dusche gereicht hat?
Für die meisten von uns beginnt der Tag, nun ja, nennen wir es mal unentspannt:

1. Sie wählen die Aufstehzeit nicht selbst, sondern richten sie nach den Anforderungen anderer aus.
2. Die ersten Gedanken drehen sich um etwas Negatives (zu wenig geschlafen, zu viel getrunken/geraucht/gegessen, es ist Montag, Dienstag etc.)
3. Es ist zu kalt oder zu warm.
4. Die Kinder oder der Partner oder der Hund oder die Katze sind die Ersten, die etwas von Ihnen wollen, noch bevor Sie selbst sich überhaupt kaltes Wasser ins Gesicht spritzen oder aufs Klo gehen konnten.
5. Die Zeit am Morgen ist so knapp bemessen, dass Sie die anfallenden Aufgaben wie Morgenwäsche, Frühstück und eine Runde mit dem Hund zu laufen (oder die Kinder nach den gemachten Hausaufgaben zu fragen) nur unter größtem Stress abgearbeitet bekommen.
6. Wenn Sie endlich aus dem Haus kommen, fühlen Sie sich gestresst oder müde oder fragen sich, ob das wirklich so ablaufen sollte.
7. Sie wissen nur schemenhaft, was Sie an diesem Tag zu erledigen haben und Sie haben keinen blassen Schimmer, wann Sie Zeit dafür finden sollen, Ihre persönlichen Projekte voranzutreiben (Sport, mehr Gelassenheit, eine Sprache lernen, den Schulabschluss nachholen, Zeit zum Lesen, Schreiben, Nachdenken etc.)

Und nun stellen Sie sich folgendes Szenario vor:

Der Wecker klingelt. Sie zählen bis 5 und stehen auf. Ihr Partner dreht sich auf die Seite und schnarcht weiter, während Sie auf Zehenspitzen ins Bad gehen. Die Kinder werden noch mindestens eine Stunde schlafen und auch Ihre Katze guckt sie nur fragend an und kuschelt sich dann wieder in ihrer Höhle zusammen.

Meditation

Sie machen sich einen Tee, setzen sich in ihren Lieblingssessel oder auf die Wiese in Ihrem Garten und schließen für ein paar Minuten die Augen und lassen sich in die Stille fallen.

Visualisierung

Nach einer Weile denken Sie an die Dinge, die Sie erreichen möchten. Sie malen sich ein Bild von dem Leben, das Sie führen wollen. Sie sehen, fühlen und hören ihr neues Auto, erleben das Hochgefühl, wenn Sie Ihren Abschluss in den Händen halten, Sie spüren die Liebe zum Leben, die sich endlich in Ihnen ausbreitet.

Affirmation

Dann sprechen Sie sich Mut zu. Sie sagen sich all die Dinge, die Sie hören wollen. Anstatt der täglichen Negativphrasen, die Ihren Kopf bevölkern, motivieren Sie sich selbst und machen sich bewusst, dass Sie gut sind. Gut genug, aber trotzdem immer auf dem Weg, sich zu entwickeln.

Schreiben

Jetzt öffnen Sie die Augen, trinken einen Schluck Tee und nehmen sich ein Notizbuch, in das Sie all die Dinge schreiben, die Ihnen durch den Kopf gehen. Vielleicht sind das wirre Gedanken, vielleicht sind es die Pläne für eine bahnbrechende Erfindung. Sie notieren, was Ihnen wichtig erscheint, oder was Sie aus Ihrem Kopf haben möchten. Es gibt keine Regeln. Oder Sie füllen die Listen und Tracker in Ihrem Bullet Journal aus, gehen Ihre Termine und Aufgaben durch und notieren, welche Schritte Sie heute gehen wollen, um Ihren Zielen näher zu kommen.

Lesen

Und dann nehmen Sie sich das Buch, das sie gerade lesen. Ein Buch, dessen Zeilen Sie inspirieren, aus dem Sie vielleicht etwas Lernen können, ob über sich selbst oder den Umgang mit Ihren Mitmenschen. Ein Buch, das Sie weiterbringt.

Bewegung

Und noch vor der Zeit, um die Sie normalerweise das erste Mal die Snooze-Taste betätigen, legen Sie eine kleine Sporteinheit ein. Vielleicht machen Sie dreißig Liegestütze, oder Sie gehen eine Runde laufen, vielleicht machen Sie sieben Sonnengrüße oder hüpfen nackt durch die Fontänen des Rasensprengers. Egal, wie Sie sich körperlich betätigen, Sie fluten Ihren Körper mit Sauerstoff und Energie.

Und dann gehen Sie duschen, wecken Ihre Familie und starten in den Rest des Tages.

Wie klingt das? Können Sie den Unterschied spüren? Können Sie sich vorstellen, wie anders es ist, wenn Sie Ihren Tag auf diese Weise beginnen?

Ich werde jetzt nicht auf Ihren Einwand eingehen, dafür hätten Sie keine Zeit. Sie wissen so gut, wie ich, dass es einzig an Ihnen selbst liegt, ob Sie sich die Zeit dafür nehmen. Lassen Sie mich aber Folgendes dazu sagen: Diese Sequenz kann eine Stunde oder zwei dauern, es reichen aber auch sechs Minuten. Sie nehmen sich sechs Minuten Zeit, drücken also einmal weniger die Snooze-Taste und Ihr Tag findet einen völlig anderen Anfang.

Hier ist ein Beispiel für eine Sechs-Minuten-Variante:

1. Minute: Stille.
2. Minute: Visualisieren Sie Ihren Traum.
3. Minute: Sprechen Sie sich Mut zu. (Das können Sie auch von einem Blatt Papier ablesen)
4. Minute: Notieren Sie eine Sache, für die Sie jetzt in diesem Moment dankbar sind und überfliegen Sie Ihre Ziele und Aufgaben für den Tag.
5. Minute: Lesen Sie eine Seite eines inspirierenden Buches (z.B. den Daily Stoic von Ryan Holiday)
6. Machen Sie zehn Liegestütze oder dreimal den Sonnengruß A.

Und wenn Sie nun argumentieren möchten, dass Sie kein Morgenmensch sind, dann tun Sie dies. Aber erst dann, wenn Sie es zumindest eine Woche lang (ja, auch am Wochenende) ausprobiert haben. Spüren Sie den Unterschied! Und machen Sie sich bewusst, wie wichtig es ist, dass Sie sich Zeit für sich selbst nehmen. Denn das tun wir alle viel zu selten. Und wenn Sie dennoch kein Morgenmensch sind, dann nehmen Sie sich diese sechs Minuten in Ihrer Mittagspause oder vor dem Schlafengehen.

Egal wann, der Miracle Morning von Hal Elrod wird ihr Leben bereichern. Probieren Sie es aus!

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